Mitgliederbereich
Lies ausgewählte Artikel und halte deine Daten aktuell.
Wenn du dich fragst, was dir ein Beitritt bringen sollte, können wir das gut verstehen. Wir haben ein paar Argumente für dich.
Ordnung: Nagetiere - Rodentia
Familie: Echte Mäuse - Muridae
Unterordnung: Mäuseverwandte - Myromorpha
Überfamilie: Mäuseartige - Muroidea
Familie: Mäuse - Muridae
Gattung: Mäuse - Mus
Art: Hausmäuse - Mus musculus
Tastsinn
Die Maus hat aufgrund der Nachtaktivität einen sehr guten Tastsinn. Um die Schnauze herum sowie an den Beinen und am Körper befinden sich Tasthaare. Die Tasthaare bestehen zum Teil aus hochempfindlichen Nerven, so kann die Maus sich schnell orientieren und z. B. durch enge Löcher schlüpfen.
Hörvermögen
Mäuse haben ein hoch entwickeltes Gehör. Sie sind in der Lage, hohe Frequenzen (100.000Hz) wahrzunehmen.
Geruchssinn
Dieser Sinn ist einer der wichtigsten für die Maus. Sie kann damit Nahrung aufspüren, Rudelmitglieder erkennen und den Weg in ihr Nest finden.
Sehvermögen
Das Sehvermögen ist bei den Mäusen nicht so gut ausgeprägt. Sie sieht im Nahbereich sehr gut, aber sonst ziemlich schlecht. Durch die seitliche Anordnung der Augen hat sie eine ziemlich gute Rundsicht und kann Bewegungen gut wahrnehmen.
Sehpigmente mit Absorptionsmaxima bei 360 nm (UV) und 510 nm (Grün) über 580nm (Rot) werden nicht wahrgenommen.
Eine Farbmaus benötigt eine Beleuchtungszeit von 10-14h täglich und regelmäßig. Farbmäuse mögen es nicht, wenn man in der Dunkelphase - wenn auch nur kurz - das Licht anschaltet. Rotlicht ist dabei aber kein Problem, da die Tiere dies nicht sehen können. Die Tiere brauchen nachts keinerlei Lichtquelle, sie "sehen" mit ihren Tasthaaren auch ohne Licht sehr gut.
Die Beleuchtung im Tierraum sollte nicht über 200 Lux sein, Kurzzeitig bei Arbeiten im Tierraum nicht über 400 Lux.
Körpersprache
Die Körpersprache kommt beim Beschnuppern anderer Artgenossen zum Einsatz. Sie wird auch bei der Aufforderung zum Säubern und Putzen benutzt. Weiterhin lassen sich Drohgesten, Kampfansagen und Unterwerfung deuten.
Lautsprache
Mäuse unterhalten sich vermutlich im Ultraschallbereich. Wir Menschen nehmen nur hin und wieder einige Fiep- und Pieplaute war (z.B. Futterrangeleien, Rangordnungskämpfe, Wohlfühllaute beim Putzen).
Duftsprache
Die Duftsprache besteht hauptsächlich aus dem Markieren mit Urin. Sie hilft beim Erkennen von Feinden und Nichtfeinden, bei der Paarungsbereitschaft und bei der Reviermarkierung.
Empfohlene Luftfeuchte & Temperatur
Temperatur zwischen 20 und 24 Grad (im Käfig bzw Nest ist es oft bis zu 6 Grad wärmer!).
Luftfeuchte zwischen 45% und 65%. Temporär auch bis 40% oder bis 70% tolerierbar. Dauerhafte Unterschreitung fördert die Bildung von Schwanznekrosen (ringtail) vor allem bei Ratten, bei Farbmäusen weniger. Überschreitungen fördern die Produktion von Ammoniak. Abweichungen in beide Richtungen können die Mortaliät von Jungtieren vor dem Absetzen erhöhen. Liegt viel Ammoniak in der Luft können Atemwegserkrankungen auftreten!
Sonstiges
Das Blutvolumen einer ausgewachsenen Farbmaus beträgt ca. 5,5ml pro 100g Körpergewicht.
Das Herz einer neugeborenen Farbmaus schlägt mit etwa 270 Schläge pro Minute (+/- 55). Das Herz einer ausgewachsenen Farbmaus schlägt etwa mit 630 Schläge pro Minute (+/- 50).
Farbmäuse haben eine schlechte Wärmeregulierung.
Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Farbmaus beträgt im Idealfall etwa 2 Jahre. Diese kann durch Krankheiten oder Schwangerschaften weiter heruntergesetzt werden. Ausnahmefälle können bis zu 3 Jahre alt werden. Man kann aber an seinem Tier zweifelsfrei feststellen, dass es ab 12-14 Monate etwa abbaut: Das Fell wird struppiger, die Bewegungen und Aktionen behäbiger.
Grundsätzlich gilt: Der Abstand zwischen Geschlechtsöffnung und After ist beim Männchen deutlich größer als beim Weibchen.
Eine geschlechtsreife männliche Farbmaus ist außerdem an ihrem penetranten Geruch zu erkennen, den der Käfig nach wenigen Stunden verströmt. Hoden können vom Männchen eingezogen werden, trotzdem ist der Hodensack nicht zu verleumden.
Ein Weibchen hat immer gut sichtbare Zitzen.
Achtung bei langhaarigen Tieren - hier kann man die Geschlechtsmerkmale weitaus weniger gut erkennen. Diese Tiere gehören außerdem zu den Qualzuchten, für weitere Fragen kannst du gerne im Forum stellen.
Äußere Merkmale
Die Hausmaus erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 7 bis 11 cm, eine Schwanzlänge von 7 bis 10 cm und ein Gewicht von ca. 20 - 25 g; die in Labors gehaltenen weißen Mäuse und die sog. Farbmäuse können wesentlich schwerer werden, 45 - 60 Gramm sind keine Seltenheit (Rassefarbmäuse ca. 55-70 Gramm).
Die oberen Nagezähne sind etwas eingekerbt.
Der Körper ist oberseits mausgrau bis braungrau, die Unterseite ist etwas heller. Der Schwanz ist mit deutlich sichtbaren Schuppenringen versehen und spärlich behaart. Ausgewachsene Hausmäuse lassen sich von den ähnlich aussehenden Wühlmäusen relativ leicht unterscheiden: Bei Wühlmäusen ist der Schwanz stets deutlich kürzer als die Hälfte ihres Rumpfes (Nase bis Schwanzansatz), bei Hausmäusen ist er stets deutlich länger als die Hälfte des Rumpfes.
Verbreitung
Die Hausmaus ist heute weltweit verbreitet, scheint aber ursprünglich in Indien heimisch gewesen zu sein. Man kann anhand von Knochenfunden den Weg der Mäuse von Indien westwärts verfolgen.
Die Östliche Hausmaus (Mus musculus musculus) kam offenbar von Indien über Zentralasien nach Mittel- und Westeuropa und erreichte Belgien um 4000 v. Chr.
Die Westliche Hausmaus (Mus musculus domesticus) gelangte über Westasien in den Mittelmeerraum. 10000 v. Chr. ist sie in Palästina nachgewiesen, 4000 v. Chr. in Griechenland, 1000 v. Chr. in Spanien und um die Zeitenwende auf den Britischen Inseln, wohin sie vermutlich auf römischen Schiffen gelangte. Seither drängte sie die Östliche Hausmaus immer weiter nach Osten ab.
Es besteht wenig Zweifel daran, dass die Ausbreitung der Hausmaus in unmittelbarem Zusammenhang mit ihrer Bindung an den Menschen besteht. In jungsteinzeitlichen Ausgrabungsstätten in Anatolien fand man Belege dafür, dass Hausmäuse bereits damals Mitbewohner menschlicher Behausungen waren. Auf Schiffen gelangten sie in den letzten 1000 Jahren nach Afrika, Amerika und Australien.
Die Hausmaus ist eine äußerst erfolgreiche Spezies. So konnte sie sich als Kulturfolger mit der zumeist unfreiwilligen Hilfe des Menschen auf der ganzen Erde verbreiten. Wenn sie nicht in der Nähe des Menschen lebt, bewohnt sie vor allem Steppen, Wüstengebiete und Kulturland. Dort gräbt sie Gänge und baut Nester, in denen sie ihre Vorräte lagert. In Deutschland kommt sie in zwei Unterarten vor, die seit ungefähr 5000 Jahren getrennt voneinander sind: der westlichen (Mus musculus domesticus) sowie der östlichen (Mus musculus musculus). Beide Unterarten bilden in einer schmalen Kontaktzone im Osten Schleswig-Holsteins Hybrid-Populationen. Die in Labors gehaltenen weißen Mäuse stammen ausnahmslos von der westlichen Unterart ab.
Hausmäuse gelten als eine Art, die in Mitteleuropa nicht ursprünglich heimisch war, sondern die sich erst durch den Menschen hier ausbreitete. Ihre Ausbreitung liegt jedoch so lange zurück, dass sie als Archäozoon gilt.
Verhalten
Die Hausmaus hält keinen Winterschlaf, sie kann jedoch bei Frost und Futterknappheit in einen Erstarrungszustand fallen. Die in der Nähe des Menschen lebende Hausmaus betreibt, besonders wenn sie sich dort leicht und regelmäßig Nahrung beschaffen kann, eine nicht so ausgiebige Vorratshaltung.
Die Hausmaus ist in der Nähe des Menschen meist nachtaktiv. Nur wenn sie sich sehr sicher fühlt, verlässt sie auch tagsüber ihr Versteck. Hausmäuse sind neben den Ratten hinsichtlich ihres Sozialverhaltens (speziell des Eintrageverhaltens) und ihres Erbgeschehens die am besten untersuchten Säugetiere. Sie verständigen sich untereinander einerseits durch geruchliche Merkmale (Olfaktorische Kommunikation bei Hausmäusen), andererseits durch Ultraschall-Laute. Besonders bei Nestlingen kann man das leise Knacken der Stimmlippen deutlich hören, wenn sie (für Menschen unhörbare) Ultraschall-Laute produzieren.
Neuesten Studien zufolge wird die Kommunikation über Ultraschall auch in der Balz eingesetzt. Dabei "singen" die Männchen individuelle, immer wiederkehrende Melodiethemen, die eine ähnliche Qualität wie die junger Singvögel haben.
Freilebende Hausmäuse bewegen sich im ihnen bekannten Gelände auf festen, durch den Geruch gekennzeichneten Bahnen, die man im Freiland auf Rasen gelegentlich als regelrechte Trampelpfade wahrnehmen kann.
Ernährung
Hausmäuse sind so genannte Allesfresser: Sie verzehren zwar überwiegend pflanzliche Nahrung (zum Beispiel herab gefallene Samen von Gräsern, Nüsse und Wurzeln), nutzen aber beispielsweise auch lebend erbeutete Insekten für ihre Ernährung.
Anmerkung: Für die Ernährung von Heimtiermäusen informiere dich bitte im Forum.
Natürliche Feinde
Zu den natürlichen Feinden der Hausmaus in Europa zählen im Haus und in dessen Nahbereich vor allem Hauskatzen, Wanderratten und Steinmarder, in Scheunen die Schleiereule, die auch in Gebäuden jagt. In freier Natur fressen viele Greifvogel- und Eulenarten, ferner Wiesel und andere Marder sowie der Rotfuchs Hausmäuse.
Einsatz in der Forschung
Die domestizierte Form der Hausmaus, die in verschiedenen Farbvarianten vorkommt, wird als Farbmaus bezeichnet. Im alten China war die Zucht solcher Farbvarianten ein Hobby. Mus musculus stellt einen der wichtigsten Modellorganismen dar. Für Forschungszwecke wurden solche Farbmäuse als Inzuchtstämme mit jeweils unterschiedlichen genotypischen Eigenschaften gezüchtet: So eignet sich der Stamm „NMRI“ besonders für verhaltensbiologische Tests (die Abkürzung steht für dessen Herkunft aus dem Naval Medical Research Institute), andere Stämme neigen zu besonders früher Tumor-Bildung und werden daher in der Krebsforschung eingesetzt, und an wieder anderen Stämmen können Medikamente zum Beispiel gegen epileptische Anfälle erprobt werden. Bekannte Stämme sind beispielsweise „C57BL/6“, „NOD“ und nude mouse (Die Nacktmaus). Seit den frühen achtziger Jahren wurde es möglich, gezielt Mäuse genetisch so zu verändern, dass neue Gene eingebracht werden (sogenannte transgene Mäuse) oder Gene in der ganzen Maus oder in einzelnen Geweben ausgeschaltet sind („Knockout-Maus“ oder konditional-gendefiziente Maus). Derartige gentechnisch veränderte Mausstämme werden zur Erforschung der Funktion und Bedeutung von Genen intensiv genutzt. Man schätzt, dass derzeit knock-out Mausstämme für etwa 1/3 aller bekannten Gene generiert wurden. Einer der Pioniere dieser Technik ist der deutsche Immunbiologe Klaus Rajewsky.
Quelle: Wikipedia
Verhalten in der Gruppe
Futter teilen
Farbmäuse bekommen neben ihrem regulären Hauptfutter natürlich auch Leckerlis in Form von z.B. Joghurt Drops, Sonnenblumenkernen, Erdnusskernen, Kürbiskernen uvm. Da Farbmäuse niemals alleine gehalten werden, kann man in der Gruppe gut beobachten was passiert, wenn man nur einem Tier das Leckerli zusteckt und meint die Tiere würden es sich gemeinsam aufteilen:
Das Tier, welches das Leckerli ergattern konnte, wird sich sofort in eine ruhige Ecke des Käfigs zurückziehen. Dort wird es dann zusammengekauert und mit gespitzten Ohren sitzen bleiben und schnell seine Beute auffressen. Kommt eine zweite Maus dazu, wird sich solange beiseite gedreht wie der "Angreifer" versucht, das Futter wegzunehmen.
Natürlich klappt das Abwehren nicht immer. So wird sich seitlich angeschlichen und dann unten am Maul geschnüffelt bzw. gleichzeitig versucht, das Futter mit den eigenen Zähnen zu greifen. Gelingt das dann tatsächlich, so wird mit der Beute sofort die Flucht ergriffen und es beginnt wie beschrieben alles von vorne.
Oftist das Ganze von etwas gequietschte und wilder Verfolgungsjagd im Käfig begleitet, je nachdem, wie "lecker" oder begehrt das Futter nun ist.
Rangordnung
Eine Gruppe Farbmäuse hat eine geregelte Rangordnung. Spätestens beim Kauf einer neuen Farbmaus oder der ersten Anschaffung von Farbmäusen wird man dies unweigerlich feststellen müssen. Die Tiere regeln untereinander, wer einen höheren bzw niedrigeren Rang hat. Dies wird durch diverse Verhaltensweisen ausgefochten.
Vermehrung
Vor der Geburt
Die kurz vor der Geburt stehende Farbmausdame baut im Normalfall ein wunderbares Kugelnest. Alles an Papierschnipseln, Heu und Streu wird an den auserkorenen Platz verfrachtet. Im Inneren werden bevorzugt weiche Materialien genommen und damit das Nest ausgekleidet. Von Außen sieht es dann aus wie ein großer Haufen, sieht man genauer hin, so kann man eine Kugel erkennen - in der Mitte befindet sich der Raum für die Tiere.
In diesem Nest ist es um einiges wärmer als außerhalb des Nestes.
Geburt
Die werdende Mutter sucht sich eine ruhige Stelle im Käfig und setzt sich dann auf ihren Po. Nicht auf die Hinterbeine, sondern so, dass der Geburtskanal direkt ableckbar und greifbar ist. Es wird dann ein Junges nach dem anderen einzeln geboren, von der Eihülle befreit, abgenabelt und trocken geleckt. Die nachfolgenden Jungen verbleiben erstmal unter der Mutter, diese will dabei nicht gestört werden. Andere Farbmäuse, die störend um sie herumlaufen, werden weggestoßen. Andere
Farbmäuse, die selbst schon Nachwuchs hatten oder sehr engagiert sind, helfen bei der Geburt: Sie lecken die Jungen mit trocken und wärmen sie direkt.
Farbmäuse, die zum ersten Mal Junge bekommen, sollten auf gar keinen Fall von nervösen oder sehr jungen Mäusen umgeben sein. Besser sind erfahrene Mäusemütter, die bei der Geburt helfen können.
Farbmäuse, die nicht zum ersten Mal Junge bekommen, schaffen die Geburt weitaus routinierter als Erstlingsmütter.
Köder legen
Greift man zur Kontrolle ins Nest der Mutter, so kann es vorkommen, dass diese sich gestört fühlt. Um den "Feind" abzuwehren, packt sie ein Junges und schleppt es vor das Nest. Dort wird es gut sichtbar und laut piepsend abgelegt. Aus Angst, man plündert das komplette Nest, hat sie eine Opfergabe bereit gestellt. Man sollte das Junge ins Nest zurücklegen und der Mutter dann absolute Ruhe gönnen, damit es nicht zu weiteren Komplikationen kommt!
Körpersprache
Kneift eine Farbmaus die Augen zu, drücken sie damit ihr Unwohlsein aus. Da Farbmäuse mit den Augen nicht besonders gut sehen können (z.B. gar kein Rot), können sie schon kurzzeitigl darauf verzichten. Dafür werden dann die Tasthaare aufgestellt und man kann ideal Angreifer "sehen", die sich einem nähern. Eine regungslos verharrende Farbmaus tut dies nicht zur Entspannung, sie ist völlig angespannt. Bei störenden geräuschen oder Bewegungen kommt es schnell zur Flucht. Tiere mit roten Augen schwenken dabei oft den Kopf ein wenig hin und her. Die Ohren sind komplett aufgestellt, Tasthaare genauso.
Sehr zahme Tiere können auch weniger fluchtsam reagieren und kommen dann angelaufen, weil es vll. ein Leckerli abzustauben gibt.
An folgenden Punkten kann man in der Regel sehr genau feststellen, dass die Maus kerngesund ist:
Für weitere Infos kannst du einfach im Forum nachfragen.
© 2010 - 2012 | IG Nagerzucht | Zusammenschluss von Nagerhaltern und -züchtern | info@ig-nagerzucht.de